Im Bereich Telekommunikation teilten sich mittlerweile zehn Unternehmen 86 Prozent des Marktes. Ähnlich sei die Situation bei den Herstellern von Pestiziden und Computern. Die Industrieländer seien im Besitz von 97 Prozent aller Patente weltweit.
Auch die trotz Wirtschaftswachstums seit Jahren bei etwa elf Prozent stagnierende Arbeitslosenquote in Europa ist nach Ansicht der UNDP-Forscher ein Beweis für die negativen Folgen der Globalisierung. Diese befriedige nicht die Bedürfnisse aller Menschen, sondern nur die der zahlungskräftigsten Konsumenten.
Der freie Welthandel sei ebenfalls in vielfacher Hinsicht eine Einbahnstraße, bilanzierte die UNDP. So machten etwa US-Filme 70 Prozent des europäischen und 83 Prozent des lateinamerikanischen Marktes aus. In US-Kinos liege der Anteil ausländischer Produktionen dagegen nur bei drei Prozent.
Auch beim Internet, dem wichtigsten neuen Kommunikationsmittel des Globalisierungs-Zeitalters, sei die Diskrepanz groß. In den USA nutzen inzwischen 26,3 Prozent der Bevölkerung das Internet. In Südostasien haben dagegen nicht einmal ein Prozent der Menschen einen Internet-Zugang. (dpa)